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Regenerative Energien für Kommunen

Regenerative Energien Thema bei den Freien Wählern

Freie Wähler besichtigen Hackschnitzelanlage in Bad Gögging

Am Dienstag, den 23.10.2007 besichtigten die Freien Wähler Abensberg die Hackschnitzelanlage in Bad Gögging und wurden von dem Referenten, Herrn Michael Gammel ausführlich über regenerative Energien informiert. Eingeladen waren alle Bürgermeister aus dem Landkreis.

Seit knapp einem Jahr ist die Hackschnitzelheizanlage in Bad Gögging in Betrieb. Karl Zettl,

Inhaber von Gasthof und Hotel Eisvogel sowie der Kurkliniken Römerbad und Trajansbad, ist mit seiner damaligen Entscheidung, auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen nach wie vor zufrieden. Das Hauptmotiv, die Heizung von Öl bzw. Gas auf heimisches Holz umzustellen, bestand in den unkalkulierbar steigenden Preisen und in der zweifelhaften Versorgungssicherheit. Er sieht die neue Heizanlage als weiteren Schritt zu effizienter Energienutzung.

Außerdem spielt für den politisch engagierten Unternehmer - er ist Stadtrat der Freien Wähler in Neustadt an der Donau und Kreisrat im Landkreis Kelheim - die Tatsache eine Rolle, dass die Wertschöpfung aus Waldhackschnitzeln fast vollständig in der Region bleibt, während sie bei Erdöl und Erdgas zum größten Teil ins Ausland fließt. „Wovon alle reden, das machen wir schon“, meint Zettel und hat deshalb ein gutes Gefühl, wie er erzählt.

Erleichtert wurde die Umstellung dadurch, dass die Last auf mehrere Schultern verteilt wurde. Indie Naturenergie GmbH Eisvogel, die zu diesem Zweck gegründet wurde, hat Zettel das Grundstück für die Errichtung der Anlage eingebracht. Außerdem beteiligten sich einige Waldbauern, die damit ein zweifaches Interesse haben, die Heizanlage mit Brennmaterial zu versorgen. Betrieben wird sie von der Novavis GmbH mit Geschäftsführer Michael Gammel. Das Heizwerk mit seiner Leistung von 800 kW benötigt im Jahr 1300 Tonnen Brennmaterial. Das bedeutet Belieferung alle zwei Wochen.

Liegt der Wärmebedarf niedriger, so steht die Energycabin für Heizleistungen ab 10 kW bis 500 kW als vormontiertes komplettes Heizwerk zur Verfügung.

Das A und O bei der Installation von Hackschnitzelheizungen in Gemeinden sei der politische Wille der jeweiligen Bürgermeister bzw. Verantwortlichen. Hier konnte Gammel viele gelungene und verwirklichte Projekte vorweisen.

Landrat Dr. Hubert Faltermeier, Susanne Eder und Thomas Obster erwähnten, dass die Freien Wähler die Zeichen der Zeit lange erkannt haben und einige Projekte im Landkreis bereits vorbildhaft umgesetzt wurden.