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Monatsversammlung September 2010
Heiß diskutiert wurden aktuelle stadtpolitische Themen bei den Freien Wählern in Abensberg im September 2010
Hart ins Gericht gingen die FW mit der derzeitigen Situation beim Hundertwasserturm, Stadtmarketing und Innenstadtförderung. Beim Friedhof stünden aufgrund des Besucherandrangs keine Parkplätze mehr zur Verfügung, die Gäste werden nicht geführt, ein Konzept, die Besucher zu lenken ist gänzlich fehlgeschlagen. Aufgrund der katastrophalen Beschilderung würde regelmäßig nach dem Weg gefragt, sowohl von Autofahrern, als auch von Fußgängern. Die kürzlich installierten Tafeln seien zwar hübsch anzusehen, allerdings führten die abgebildeten Hopfengärten, Spargelspitzen und Erdbeeren die Besucher nicht zum Ziel. Sigi Müller, Kreisvorsitzender der JFW regte an, dass in der Stadtmitte über eine Fußgängerzone emotionsfrei und breit diskutiert werden müsse.
Harald Hillebrand: "Seit 10 Jahren weiß man dass der Turm gebaut werden sollte. Wie lange soll das eigentlich noch dauern, bis ein sinnvolles Konzept seitens der Stadt steht? Herr Salleck hat seine Hausaufgaben mit Bravour und Ausdauer gemeistert, das verlangt Respekt. Die Stadtspitze muss allerdings jetzt pro-aktiv werden. Besucherströme müssen von der Gillamooswiese über den Stadtplatz zum Turm geleitet werden. Die Chance, Wegweiser und Tafeln barrierefrei zu gestalten wurde ebenfalls verschlafen."
Max Biberger erklärte, dass bei der Stadtsanierung ein Material- und Formenmix stattfindet, die Plattenwege viel zu schmal für Rollstuhlfahrer sind und Gefahrenstellen nicht ausreichend gesichert seien: "Da fahren dir die Autos über die Füße und parken die Gehwege zu".
Harald Hillebrand erläutert, dass die Freien Wähler bayernweit eine Regionale Energieoffensive starten. Er sei dabei gebeten worden, die Organisation gemeinsam mit einem Kollegen zu übernehmen. Es werden deshalb in 71 Kreisen und 25 kreisfreien Städten Veranstaltungen abgehalten, zu denen jeder Bürger herzlich eingeladen ist.
Beim Thema Regenerative Energien seien in Abensberg leider Chancen verschlafen worden. Die Freiflächenphotovoltaikanlage in Schwaighausen sei ein Beleg für die Nachlässigkeit bei diesem Thema: "Wir Abensberger schauen jetzt mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Durch die Nichteinhaltung der zeitlichen Vorgaben verliert die Stadt Abensberg Millionen!" Dabei setzt der Ortsvorsitzende nach: Wer in den höchsten CSU-Gremien sitzt, kann jetzt nicht erzählen, er wußte nichts von den bevorstehenden Änderungen im EEG. Wer Verantwortung für Steuergelder hat, muss dies auch ernst nehmen. Und weiter: "Was wir in Abensberg brauchen sind echte Zielvorgaben in denen festgelegt wird, welche Energieträger bis wann welche Mengen an Strom und Wärme ersetzen können, gemeinsam mit den Bürgern, statt über sie hinweg." Wer Angst vor Genossenschaftsmodellen habe, habe wohl auch Angst vor den Bürgern und die mit Genossenschaften verbundenen Kontrollmechanismen.
Die Freien Wähler beteiligen sich an der Aktions- und Menschenkette mit dem Thema: "Atomkraftwerke abschalten" am 09.10.2010 ab 13:00 Uhr in München, denn Isar I muss schnellstmöglich abgeschaltet werden.
Weitere Informationen hier:
http://www.neue-energien-west.de/
http://www.buergerwind-freudenberg.de/
http://www.fw-bayern.de/unsere-politik/arbeitskreise/energie-und-umwelt/


